Ein Feature Video zeigt genau eine neue Funktion, nicht das ganze Produkt. Bewährt ist ein Aufbau aus vier Teilen: das alte Problem, die Funktion in Aktion, das Ergebnis und dein Name. 10 bis 20 Sekunden reichen dafür oft. LinkedIn empfiehlt für Video-Anzeigen 15 bis 30 Sekunden (Stand: 31. Oktober 2026). Am saubersten wird es, wenn eine KI wie Claude die Animation als Code baut, weil Text und Oberfläche dann exakt stimmen.
Du hast eine neue Funktion gebaut, und jetzt soll sie jemand bemerken. Ein Feature Video ist dafür der schnellste Weg: Es zeigt in wenigen Sekunden, was vorher mühsam war und was jetzt mit einem Klick geht. Wenn du ein Feature Video erstellen willst, brauchst du keinen Dreh und kein Schnittprogramm. In diesem Artikel findest du einen Aufbau in vier Teilen am Beispiel eines echten Films aus unserer Bibliothek, die passenden Formate je Kanal und einen Prompt, mit dem du dein eigenes Video mit Claude startest.
Was ein Feature Video anders macht als ein Launch Video
Ein Launch Video stellt ein ganzes Produkt vor. Es erklärt, wer du bist, welches Problem du löst und warum man dir vertrauen sollte. Ein Feature Video hat eine kleinere, aber schärfere Aufgabe. Es zeigt genau eine neue Funktion, und es spricht vor allem Menschen an, die dein Produkt schon kennen: Kunden, Testnutzer und Leute, die dich schon einmal angesehen haben.
Daraus folgen drei Regeln, die für fast jedes Feature Video gelten:
- Eine Funktion pro Video: Wer drei Neuerungen in 15 Sekunden packt, zeigt am Ende keine richtig. Hast du mehrere, mach mehrere kurze Videos.
- Der Nutzen vor dem Namen: Der interne Name der Funktion interessiert niemanden. Wichtig ist, was danach leichter, schneller oder billiger ist.
- Die echte Oberfläche: Deine Nutzer kennen dein Produkt. Sie wollen sehen, wo die Funktion sitzt und wie sie aussieht, nicht ein abstraktes Symbolbild.
Ein gutes Feature Video beantwortet also nur eine Frage: „Was kann ich jetzt, was vorher nicht ging?“ Alles, was diese Frage nicht beantwortet, kommt raus.
Der Aufbau in vier Teilen am Beispiel Quieta
Das Video oben zeigt „Quieta“, einen 14 Sekunden langen Film im Format 1:1 für eine erfundene App. Sie findet Newsletter, die man nie öffnet, und meldet einen mit einem Tipp von allen ab. Der Film zeigt keine Liste von Funktionen, sondern genau diesen einen Moment. Deshalb eignet er sich gut als Vorlage für ein Feature Video:
Das alte Problem (etwa 0 bis 4 s)
Ein Posteingang, der Zähler steigt auf 2.847 ungelesene Mails. Der Satz dazu ist kurz und groß gesetzt. Jeder kennt dieses Gefühl sofort.
Die Funktion in Aktion (etwa 4 bis 8 s)
Die Newsletter, die nie geöffnet wurden, bekommen eine Markierung und lösen sich aus der Liste. Man sieht, wie die Funktion arbeitet, nicht nur ihren Namen.
Das Ergebnis als Zahl (etwa 8 bis 10 s)
Ein Tipp auf einen Knopf, die Liste fliegt weg, der Zähler fällt von 2.847 auf 195. Der Unterschied ist in einer Sekunde lesbar.
Ruhe und Name (etwa 10 bis 14 s)
Ein aufgeräumter Posteingang mit drei echten Mails, danach Logo und Adresse. Das Ende ist ruhig, damit man den Namen lesen kann.
Zeitangaben gerundet, gemessen am Film „Quieta“ aus der DrillUp-Bibliothek (14 Sekunden, 1080 × 1080).
Auffällig ist, wie wenig Text der Film braucht. Jede Szene hat einen halben Satz, der genau zu dem passt, was gerade im Bild passiert. Das funktioniert auch ohne Ton. Und weil der Film als Code aus einem Prompt mit Claude entstanden ist, ist die Zahl 2.847 in jedem Bild scharf und richtig. Bei Videomodellen, die Bilder Pixel für Pixel erzeugen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Warum, steht in KI-Video Text verzerrt.
Wie lang ein Feature Video sein sollte
Eine feste Länge gibt es nicht. Die meisten Ratgeber nennen Werte zwischen 15 und 60 Sekunden, je nachdem, wie erklärungsbedürftig die Funktion ist. Für eine einzelne, klar sichtbare Verbesserung reichen oft 10 bis 20 Sekunden. Der Quieta-Film zeigt, dass 14 Sekunden genügen, wenn jede Sekunde etwas zeigt.
Eine offizielle Zahl gibt es von LinkedIn: Für Video-Anzeigen empfiehlt LinkedIn 15 bis 30 Sekunden, damit ein Video für alle Platzierungen passt. Das gilt für Werbung, ist aber auch für normale Beiträge ein guter Rahmen. Länger lohnt sich nur, wenn man die Funktion ohne mehrere Schritte nicht versteht. Dann ist ein kurzes Feature Video als Aufhänger plus eine ausführliche Anleitung in der Hilfe oft besser als ein langer Film.
Plane die Länge von vorne nach hinten. Die ersten zwei bis drei Sekunden entscheiden, ob jemand weiterschaut. Zeig dort das Problem, nicht dein Logo. Das Ende mit Name und Hinweis wie „Jetzt verfügbar“ darf ruhig zwei bis drei Sekunden stehen bleiben, damit man es lesen kann.
Wo du dein Feature Video zeigst
Ein Feature Video arbeitet an mehreren Orten gleichzeitig. Wenn du es als Animation aus Code baust, kannst du es mit einer kurzen Anweisung an Claude in ein anderes Format bringen. Die Szenen bleiben gleich, nur die Anordnung ändert sich. Diese Orte lohnen sich fast immer:
| Format | Länge | |
|---|---|---|
| Changelog und Webseite | 16:9 | 10 bis 30 s, ohne Ton verständlich |
| E-Mail an Kunden | 1:1 als Vorschaubild mit Link | wie im Changelog |
| In der App | 1:1 oder 16:9 | so kurz wie möglich, mit Knopf zum Ausprobieren |
| LinkedIn-Anzeigeoffizielle Angabe | 4:5 empfohlen, auch 1:1, 16:9, 9:16 | 15 bis 30 s empfohlen |
| Reels, Shorts, Stories | 9:16 | 10 bis 20 s |
Stand: 31. Oktober 2026. LinkedIn laut LinkedIn-Hilfe: Video ads advertising specifications. Alle anderen Zeilen sind Empfehlungen, keine Vorgaben der Plattformen.
Ein Hinweis zur E-Mail: Videos spielen in vielen Mailprogrammen nicht direkt ab. Setz deshalb ein Standbild mit Abspielknopf ein, das auf das Video im Changelog oder auf deiner Webseite verlinkt. Das quadratische Format passt dafür gut, weil es auf dem Handy und am Rechner gleich wirkt. Mehr Beispiele im quadratischen Format findest du unter Prompts im Format 1:1.
So erstellst du dein Feature Video mit einem Prompt
Du musst nicht bei null anfangen. Der schnellste Weg ist ein fertiger Prompt aus der DrillUp-Bibliothek, dessen Aufbau zu deiner Funktion passt. Den kopierst du in Claude und tauschst die Inhalte aus: Name, Problem, Zahl, Farben und Screenshots deiner Oberfläche. Wichtig ist, dass du die Geschichte änderst und nicht nur das Logo. Aus „ungelesene Newsletter“ wird bei dir vielleicht „offene Rechnungen“ oder „doppelte Kontakte“.
Wenn du lieber selbst beschreibst, hilft ein klarer Rahmen. Nenne zuerst das Format, dann die Szenen mit Sekunden und zum Schluss den Satz, dass Text genau übernommen wird. Ein Beispiel für den Anfang:
1:1, 1080 × 1080, 30 Bilder pro Sekunde, 15 Sekunden, Feature Video für meine App. Szene 1 (0 bis 4 s): das alte Problem als große Zahl, die steigt. Szene 2 (4 bis 9 s): die neue Funktion in der echten Oberfläche aus den angehängten Screenshots. Szene 3 (9 bis 12 s): das Ergebnis als Zahl, die fällt. Szene 4 (12 bis 15 s): Logo und „Jetzt verfügbar“. Text genau übernehmen.
Ein Prompt in dieser Kürze liefert einen ersten Entwurf. Für ein Ergebnis wie Quieta braucht Claude deutlich mehr: Abstände, Schriftgrößen, Bewegungskurven, das Timing jedes Wortes und wie die Szenen ineinander übergehen. Genau das steckt in den langen Prompts unserer Bibliothek. Wie du die fertige Animation als MP4 speicherst, steht in Claude-Animation als MP4 exportieren.
Fünf Fehler, die ein Feature Video schwächen
- Der Name der Funktion steht am Anfang: „Neu: Smart Cleanup 2.0“ sagt Fremden nichts. Zeig zuerst das Problem, der Name kommt am Ende.
- Zu viele Funktionen auf einmal: Ein Sammelvideo mit allen Neuerungen des Monats passt ins Changelog, aber nicht in den Feed. Dort gewinnt das Video mit einer klaren Botschaft.
- Kein sichtbares Ergebnis: „Jetzt schneller“ ist ein Versprechen. Eine Zahl, die fällt, oder eine Liste, die leer wird, ist ein Beweis.
- Text zu klein: Im Feed und in der App läuft das Video oft klein. Was am großen Bildschirm lesbar ist, ist am Handy manchmal nur noch ein grauer Strich.
- Kein nächster Schritt: Wer am Ende neugierig ist, sollte wissen, wo er die Funktion findet. „Jetzt in den Einstellungen“ oder ein Knopf in der App reicht.
Ein letzter Test hilft fast immer: Schau dein Video einmal ohne Ton und auf dem Handy an. Wenn du dann in drei Sekunden sagen kannst, was neu ist, ist es fertig.
Was das für deine nächste Funktion heißt
Ein Feature Video muss weder lang noch teuer sein. Es braucht ein Problem, das deine Nutzer kennen, die Funktion in echter Oberfläche, ein sichtbares Ergebnis und einen ruhigen Schluss mit deinem Namen. Wenn du es als Animation aus Code baust, kannst du es für jede neue Funktion wiederverwenden und nur die Inhalte tauschen. So wird aus einem Video eine Vorlage für jedes Update. Wenn du ein ganzes Produkt vorstellen willst, hilft dir Produktvideo mit KI erstellen, für einen Start auf Product Hunt der Artikel Product Hunt Launch Video. Wie du einen langen Prompt Schritt für Schritt an dein eigenes Produkt anpasst, zeigen wir in der DrillUp Academy.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Feature Video sein?
Eine feste Regel gibt es nicht. Für eine einzelne Funktion reichen oft 10 bis 20 Sekunden. LinkedIn empfiehlt für Video-Anzeigen 15 bis 30 Sekunden, damit das Video für alle Platzierungen passt (Stand: 31. Oktober 2026). Länger lohnt sich nur, wenn man die Funktion sonst nicht versteht.
Was ist der Unterschied zwischen Feature Video und Launch Video?
Ein Launch Video stellt ein ganzes Produkt vor, oft für Leute, die es noch nicht kennen. Ein Feature Video zeigt eine einzelne neue Funktion. Es richtet sich vor allem an Menschen, die dein Produkt schon nutzen oder schon einmal angesehen haben.
Welches Format ist für ein Feature Video am besten?
Das hängt vom Ort ab. Quadratisch (1:1) funktioniert in fast jedem Feed und in E-Mails als Vorschaubild. 16:9 passt auf die Webseite, ins Changelog und in Präsentationen. 9:16 ist für Reels, Shorts und Stories. Bei LinkedIn-Anzeigen ist 4:5 das empfohlene Format.
Kann ich ein Feature Video ohne Bildschirmaufnahme erstellen?
Ja. Eine KI wie Claude kann die Oberfläche deiner Funktion als Animation aus Code nachbauen. Du gibst Namen, Texte, Farben und Screenshots vor, und alles steht in jedem Bild scharf und richtig da. Du brauchst dafür einen bezahlten Claude-Plan, aber keine Programmierkenntnisse.
Braucht ein Feature Video Ton?
Es sollte auch ohne Ton funktionieren, weil viele Videos stumm im Feed starten. Kurze Sätze im Bild tragen die Geschichte. Eine Stimme und leise Geräusche machen das Video lebendiger, wenn jemand den Ton einschaltet.